Von Katzen und Mäusen…

…. und warum man davon nie genug haben kann 🙂

Wer mich persönlich kennt, der weiß, dass ich für unsere Katzen wirklich alles tun würde. Nicht selten führt das zu verwunderten Blicken oder Kopfschütteln. Dass Katzen kein Kinderersatz sind, ist mir klar, aber sie sind eines ganz sicher: eine gute Generalprobe für eigene Kinder!

So süß, wenn sie schlafen!

Von unseren 3 Katzen gibt es sicher genauso viele Bilder, als wären es kleine Menschenkinder. Und ja, ich war zu Anfang jede Nacht mehrmals mit den lieben Kleinen unterwegs, um ihren kleinen Bläschen den Weg zum Katzenklo zu zeigen.

Das beste Futter musste herbei, Spielzeuge, Clickertraining und für die ersten Schritte in Freiheit: Mikrochips, eine chipgesteuerte Katzenklappe und Halsbänder mit Funk-Peilsendern. Helikopter-Kitten-Mom-and-Dad in voller Aktion!

Mit Halsband und Adressanhänger

Merkt euch: jegliche Funk-Ortung von Katzen mit diesen kleinen Peilsendern ist nichts als Geldmacherei 🙂 Das Funksignal lässt sich von allen möglichen Gegebenheiten ablenken und einschränken. Und wer sucht ernsthaft eine Katze auf einem großen weiten baumlosen Feld… Halsbänder im allgemeinen sind ja ganz hübsch. Es gibt sie in trendigen Farben mit Sicherheitsverschluss, sodass sich die Katze nicht damit strangulieren kann. Das funktioniert erst sicher, wenn euer Vierbeiner ein gewisses Kampf- ääh Mampfgewicht erreicht hat. Als wirksam erwiesen sich sodann diese kleinen Adresskapseln, die unser Peter im Bild trägt. In Nachbars Garten abgestreifte Halsbänder konnten so problemlos den Weg allein zurück in den Briefkasten oder über den Gartenzaun finden und sparten eine Menge Geld für neue Halsbänder.

Schlussendlich war aber nach einem halben Jahr das Spektakel rund um Funksender, Halsbänder und co gelaufen – denn jeden Tag Bändchen zu suchen, mit dem Sender oder einfach so, neue zu kaufen, Katzen zu suchen etc war einfach zu viel. Unsere 3 Katzen schienen recht zuverlässig heim zu kommen und so ließen wir sie laufen, wie Gott sie schuf.

Der Langzeit- Spaß beginnt dann bei einer chipgesteuerten Katzenklappe. Wir haben eine SureFlap gekauft. Coole Sache an sich. Fremde Nachbarskatzen oder wilde Streuner können nicht einfach ins Haus hineinspazieren und den Frieden stören und das Schälchen leer fressen… So weit so gut. Gekauft und eingebaut! Trotzdem birgt auch diese vermeintliche Freiheit für den diensthabenden Dosenöffner ihre Tücken.

  1. Die Katzenklappe ist lauter als eine normale: denn man hört zunächst das Klacken des Riegels, dann erst das „Katze schiebt sich durch Klappe“ Geräusch. Ich werde oft davon schon wach. Besonders dann, wenn Beute im Spiel ist. Dazu später mehr.
  2. Sie führt zu Unmut in der Nachbarschaft. Katzen, die eure Katzen jagen, stehen auf einmal mit plattem Gesicht da, wenn die Gejagte sich ins Haus verzieht und der Jäger mit Höchstgeschwindigkeit in die verschlossene Tür einschlägt
  3. Variante von 2.: Eure Katze flüchtet und schlägt selbst mit Höchstgeschwindigkeit in die eigene verschlossene Klappe ein. Denn sie war schlichweg zu schnell für den Auslösemechanismus des Riegels.
  4. Die Klappe wird benutzt, um sie dem verdutzten Jäger ins Gesicht zu schlagen. Regelrechte Faustkämpfe finden dann statt- ich schätze, weil der Hausinsasse sich seiner so sicher fühlt.
  5. Das Ding ist batteriebetrieben. Ja, was auch sonst. Ihr verlegt ja kein Stromkabel in eure Haustür. Das ganze funktioniert zuverlässig, bis eure Katze mal nicht nach Hause kommt. Ihr liegt im Bett und überlegt um halb 4 Uhr morgens wieso der Kater noch nicht daheim ist. Euch fällt ein, dass die Batterien schon lange drin sind. Jaja… ihr steht dann auch und überprüft die…

Dem geneigten Leser ist aufgefallen, dass auch eine Chip-gesteuerte Klappe dazu führt, dass man seine nächtliche Ruhe vergessen kann 🙂 Vor allem Problemnr 1. führt zu ständigen nächtlichen Spaziergängen. Katzen kommen gern mal mit Beute nach Hause. So richtig Spaß macht das aber nur, wenn sie noch lebendig ist. Und je größer, desto schwieriger wird es, vor allem bei wehrhaftem UND sperrigem Getier, es zuvorderst durch die Katzenklappe zu drücken.

Was dann passiert, ist ein ständiges Klacken des Sicherungsriegels, ausgelöst durch den Mikrochip ganz nah an der Klappe. Macht es Klack, bewegt sich die Maus/ Vogel/ Siebenschläfer/ Maulwurf/ Ratte/ Hasenbaby und Katze muss nachfassen und neu justieren- dafür wird der Kopf wieder etwas zurück gezogen – Klack, Riegel hoch- um sogleich einen neuen Anlauf zu starten – Klack, Riegel runter-. Das kann dann schon 10-20mal KlackKlack machen. Spätestens dann ist man auf der Hut. Augen auf, Gehör im Anschlag. Wenn dann das „Katze quetscht sich durch Klappe“ Geräusch folgt und die Katze nicht von sich aus oder auf Ansprache mit Miaauuu antwortet, ist das Maul anderweitig beschäftigt 🙂

So beschäftigt sich der diensthabende Dosenöffner regelmäßig nachts mit kreativen Einfang-Aktionen mehr oder weniger lädierter Feldbewohner – die sich ihre Nacht auch irgendwie anders vorgestellt hätten.

Doch wenn man auch jedesmal fluchen mag, weil man wieder in Unterhose und T-Shirt bei -3 Grad und beissendem Wind eine Springmaus in einem Mixbecher unter dem Haselnuss-Strauch im Garten aussetzt- so ist das anschließende schnurrende, warme Spitzohr im vorgewärmten Bett doch eigentlich Ausgleich genug 🙂

Bauchwärmer. Im echten Leben „Clark Kent“, Nachts: Superman!

Übrigens: wenn ihr Katzennachwuchs plant, der erstmal nicht raus darf, aber die „alten“ Katzen wie gewohnt ihre Freiheit genießen sollen, dann gibt es jetzt diese Katzenklappe mit „Dualscan“- im Prinzip wird sie von beiden Seiten programmiert, so wie vorher nur von einer Seite. Dann spart man sich nächtliche Gänge zur Tür, weil Katerchen wieder raus möchte, aber Mini-Katerchen das noch nicht darf: https://amzn.to/2Dsgprt –> link zur DualScan Klappe!

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